Taifune „Talim“ und „Doksuri“ wüten in Asien

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In Vietnam starben durch Taifun „Doskuri“ acht Menschen. In Japan mussten hunderte Flüge gestrichen werden.

Taifun „Doksuri“ hat in Vietnam acht Menschen getötet und schwere Schäden im Norden und in der Mitte des Landes angerichtet. 120.000 Häuser wurden teilweise oder vollständig zerstört, weitere 6.000 standen nach Behördenangaben vom Samstag unter Wasser. Betroffen war auch die Hauptstadt Hanoi. Bei einem umfassenden Stromausfall waren zudem 1,3 Millionen Menschen ohne Strom.

Die Behörden warnten zudem vor weiteren Sturzfluten und Erdrutschen. „Doksuri“ ist bereits der dritte Tropensturm, der Vietnam in diesem Jahr trifft. Im vergangenen Jahr waren bei Stürmen 264 Menschen in dem südostasiatischen Land ums Leben gekommen und Schäden von 1,75 Milliarden Dollar (1,5 Mrd. Euro) entstanden, fast fünf Mal so viel wie im Vorjahr.

Taifun „Talim“ führte zu hunderten Flugausfällen

Schwere Unwetter haben in Japan zu hunderten Flugausfällen geführt. Der Taifun „Talim“ traf nach Angaben des nationalen Wetterdienstes am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 162 Stundenkilometern auf Kyushu, die südlichste der vier Hauptinseln Japans. Behörden warnten vor Starkregen, Erdrutschen und Überschwemmungen.

Nach einem Bericht des Rundfunksenders NHK mussten wegen des Windes mindestens 644 Inlandsflüge gestrichen werden. Außerdem teilte das Bahnunternehmen JR Kyushu Railway mit, der regionale Bahnverkehr sei unterbrochen. Der Taifun dürfte sich dem Wetterdienst zufolge in Richtung Norden bewegen, auch in der Hauptstadt Tokio werden schwere Regenfälle erwartet. Zuvor war „Talim“ bereits über die Okinawa-Inseln gefegt. Dabei hatte es an manchen Orten innerhalb von 24 Stunden so viel geregnet wie zuletzt vor 50 Jahren.

Japan wird regelmäßig von schweren Stürmen getroffen. Zuletzt waren im August zwei Menschen bei schweren Unwettern ums Leben gekommen, mehr als 50 wurden verletzt.