Schluss mit lässig: Stadtverwaltung in Vietnam verbietet Jeans und T-Shirt

0
1923

 
 
 

Beamte der vietnamesischen Großstadt Can Tho dürfen keine Jeans mehr tragen. Stattdessen schlägt die Stadtverwaltung Stoffhosen oder gar ein traditionelles Gewand vor. Die neue Kleiderordnung soll für eine moderne und professionelle Atmosphäre sorgen.

In der vietnamesischen Millionenstadt Can Tho dürfen die Beamten im Dienst keine Jeans und keine T-Shirts mehr tragen. Die Stadtverwaltung brachte dazu einen entsprechenden Kleidererlass heraus, der sowohl für Frauen als auch für Männer gilt, wie ein Behördensprecher bestätigte.

Stattdessen sollen Männer nun in Hemd und Stoffhose erscheinen. Frauen können sich auch für das klassische vietnamesische Gewand Ao Dai, ein hochgeschlitztes Seidenkleid, entscheiden. Bei Verstößen gegen die neue Kleiderordnung soll es zunächst eine Verwarnung und dann Disziplinarmaßnahmen geben.

Auf der Internet-Seite der Stadt heißt es, mit dem Verzicht auf Jeans und T-Shirt solle ein Beitrag zu einer „demokratischen, modernen, professionellen, dynamischen und effektiven Verwaltung“ geleistet werden. Außerdem wird den Beamten dort auch nahegelegt, freundlich, geduldig und aufmerksam zu sein.
Mehr zum Thema

Berufsanfänger sollten vor ihrem Einstand sicher gehen, dass sie mit Jeans und legerem Hemd nicht fehl am Platz sind. Foto: Andrea Warnecke 13.08.17 Neu in der Firma Dresscode am Arbeitsplatz beachten

Mit mehr als 1,2 Millionen Einwohnern ist Can Tho die viertgrößte Stadt des kommunistischen Einparteienstaats. Die Stadt liegt im Süden Vietnams im Delta des Mekong-Flusses.