Der US-Präsident rührt weiter mit der grossen Kelle und droht seinem nordkoreanischen Widersacher.


Die USA haben für Montag formal eine Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat über neue Sanktionen gegen Nordkorea beantragt. Das teilte die US-Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York mit.


Ein Resolutionsentwurf Washingtons sieht unter anderem ein internationales Erdölembargo gegen Nordkorea sowie ein Embargo auf Textilexporte aus dem kommunistisch regierten Land vor. Die von nordkoreanischen Beschäftigten im Ausland erzielten Einnahmen sollen ebenfalls auf die Sanktionsliste.


Bisher zeichnet sich keine Zustimmung der beiden Vetomächte Russland und China zu dem US-Resolutionsentwurf ab. Beide Länder wandten sich bei einem Expertentreffen der 15 Sicherheitsratsmitglieder am Freitag gegen sämtliche vorgeschlagenen Strafmassnahmen mit Ausnahme des Textilembargos, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.


Ein trauriger Tag


US-Präsident Donald Trump rührt weiter mit der grossen Kelle: «Militärische Schritte sind sicher eine Option», sagte er am Donnerstag. «Ist es unausweichlich?» fragt er und liefert die Antwort gleich nach: «Nichts ist unausweichlich.» Er ziehe es vor, den Konflikt nicht militärisch zu lösen, doch es könnte passieren.


Die bisherigen US-Präsidenten hätten 25 Jahre lang geredet, geredet und geredet, so Trump. «Unser Militär war nie stärker.» Die USA hätten zig Milliarden mehr ins Militär investiert und jeden Tag treffe «neues schönes» Kriegsmaterial ein. «Hoffentlich werden wir es nicht in Nordkorea brauchen müssen.» Wenn doch, werde das «ein sehr trauriger Tag für Nordkorea».


Mexiko hat nach dem weltweit verurteilten Atomtest von Nordkorea den Botschafter des Landes ausgewiesen. Die Regierung erklärte Kim Hyong-gil zur unerwünschten Person und gab ihm 72 Stunden Zeit, Mexiko zu verlassen.


«Wir lehnen die jüngsten nuklearen Aktivitäten entschieden ab. Sie sind eine offene Verletzung internationalen Rechts und stellen eine ernsthafte Bedrohung Asiens und der Welt dar», hiess es in der Mitteilung des Aussenministeriums.


Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto erliess ein Dekret, nach dem alle staatlichen Stellen des lateinamerikanischen Landes die Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats gegen Nordkorea mitzutragen haben. «Die nordkoreanischen Atomtests sind eine Gefahr für den Frieden und die internationale Sicherheit und bedrohen die Länder in der Region, darunter wichtige Verbündete Mexikos wie Japan und Südkorea», hiess es in der Mitteilung.


Südkorea und Russland erwarten nach Angaben ihrer Präsidenten in der Atomkrise mit Nordkorea eine politische Lösung. Südkoreas Präsident Moon Jae-in (Bild links) schloss am Donnerstag einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel aus.


Dazu werde es nicht kommen, sagte er an einem Wirtschaftstreffen im russischen Wladiwostok. Der russische Präsident Wladimir Putin (Bild rechts) betonte, dass der Streit um das Atomprogramm politisch gelöst werden könne und er sicher sei, dass es keinen Grosskonflikt geben werde, bei dem Massenvernichtungswaffen eingesetzt würden.


«Alle Kontrahenten haben genug gesunden Menschenverstand und kennen ihre Verantwortung. Wir können dieses Problem mit diplomatischen Mitteln lösen.» Nordkorea drohte seinerseits, es werde auf Sanktionen und Druck seitens der USA mit «wirksamen Gegenmassnahmen» reagieren. Am Aktienmarkt wurden die Entspannungssignale positiv aufgenommen.


«Die Situation ist ernst», sagte der südkoreanische Premier Lee Nak-yeon an einem Treffen von Verteidigungsministern am Donnerstag in Seoul. «Es scheint, Nordkorea wird in Kürze im Besitz eines kompletten nuklearen Arsenals sein.»


Südkorea erwartet, dass Nordkorea am Samstag eine weitere Interkontinentalrakete testet. Die Diktatur feiert dann ihren Gründungstag, der neben den drei Geburtstagen der Herrscher der Kim-Dynastie und der Gründung der kommunistischen Partei zu den wichtigsten Nationalfeiertagen des Landes gehört.


Bei Protesten gegen den Aufbau des US-Raketensystems THAAD in Südkorea ist es zu Krawallen gekommen. Der Feuerwehr zufolge wurden etwa 38 Demonstranten bei Zusammenstössen mit der Polizei in dem Dorf Soseong-ri verletzt.


Dort, etwa 200 Kilometer südlich von Seoul, standen sich etwa 8000 Beamte und rund 300 Demonstranten gegenüber. Durch das Dorf führt die einzige Strasse zu einem ehemaligen Golfplatz, wo das THAAD-System aufgebaut wird. Zwei Startrampen und eine Radar-Einheit sind bereits errichtet worden. Das südkoreanische Verteidigungsministerium bestätigte, dass nun auch die verbliebenen vier Rampen installiert werden sollen.


Das THAAD-System soll Kurz- und Mittelstreckenraketen aus Nordkorea abfangen. Die Regierung in Pyongyang hatte Anfang der Woche mit einem weiteren Atomtest die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärft. Die Stationierung des US-Systems geht auf eine Einigung Seouls und Washingtons vom vergangenen Jahr zurück. Die US-Streitkräfte hatten Ende April dieses Jahres ungeachtet der Kritik aus China und Russland mit dem Aufbau von THAAD in Südkorea begonnen.






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