Angesichts der jüngsten Tötungswelle im Drogenkrieg der Regierung gegen Kleinkriminielle zeigen sich die Salesianer Don Boscos alarmiert und sprechen von einer „beunruhigen Realität“. Die Ordensgemeinschaft ist gemäß ihrem auch auf den Philippinen vor allem in der Jugendpastoral engagiert und hat mit vielen der Opfern direkt zu tun.


Es sei „unleugbar, dass viele der jüngst Getöteten verletzliche Jugendliche sind“, sagt Pater Antony Paul Bicomong von den Salesianern Don Boscos auf den Nordphilippinen. Gerade diejenigen, die eigentlich „dem Gesetz bei ihrer Aufgabe, das Gemeinwohl und junge Leute zu schützen, die Treue schworen“, hätten viele Menschen getötet, beklagt der Ordensmann in einer Erklärung das rigorose Vorgehen der Behörden.


Es gehe nicht darum, „Partei für eine einzelne Gruppe zu ergreifen“, sondern um einen „Appell an das kollektive Gewissen des philippinischen Volkes einschließlich derjenigen, die die Zügel der politischen Macht und der öffentlichen Ordnung in der Hand halten und die die Bürger und das Gemeinwohl schützen müssen“, richtet sich Bicomong direkt an die Polizei und die politische Führung im Land.


Der Erzbischof von Manila, Kardinal Luis Tagle, hatte zuletzt ein Ende der Tötungen mutmaßlicher Drogenkrimineller durch die Polizei gefordert und zu Dialog aufgerufen. In den vergangenen Wochen hat die Zahl der Todesopfer einen traurigen Höhepunkt erreicht. Präsident Rodrigo Duterte hatte bei seinem Amtsantritt Ende Juni 2016 den illegalen Drogen den Krieg erklärt.






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