Monsun: Schon 1500 Tote bei Überschwemmungen in Südostasien

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Der diesjährige Monsun fällt in Asien besonders heftig aus. Derzeit kämpft die indische Metropole Mumbai mit Rekordregenmengen und Überschwemmungen.

Die Monsunzeit bereitet den Einwohnern der südostasiatischen Länder Jahr für Jahr neue Schwierigkeiten. Heftige Regenfälle seit Juni führten zu Überschwemmungen in riesigen Gebieten. 1500 Menschen sind bereits ums Leben gekommen. Mit 1300 Verstorbenen stammt der Großteil aus Indien, wie aus aktuellen Zahlen der Behörden hervorging. Nepal und Bangladesch haben jeweils etwa 140 Tote zu beklagen.

Akut betroffen ist besonders die 20 Millionen Einwohner zählende Metropole Mumbai. An einem einzigen Tag gingen über der Stadt mit 20 Millionen Menschen fast so große Regenmengen nieder wie sonst im gesamten Monat. In zahlreichen Unternehmen aber auch in Tempeln wurden Notquartiere geschaffen. Mindestens sechs Menschen kamen bisher ums Leben.

Viele Straßen sind überschwemmt, der Bahnverkehr musste eingestellt werden. Somit war Mumbai praktisch lahmgelegt. In einem Vorort der Millionenstadt sind außerdem zwei Häuser eingestürzt, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Ein höher gelegenes Haus soll auf ein weiter unten stehendes gestürzt sein. Zwei Kinder und ein 40-Jähriger sind dem Unglück zum Opfer gefallen. Die Aufräumarbeiten dauerten allerdings noch an, fuhr der Polizeisprecher fort.

Viele Menschen von Fluten eingekesselt

Durch die heftigen Regenfälle sind viele Menschen an Ort gebunden und können nicht weg, wie ein Bankangestellter berichtete: „Ich musste die Nacht in meinem Büro verbringen, weil die Zugverbindungen gestrichen wurden“. 41 Millionen Menschen sind in den drei Ländern derzeit von den Niederschlägen betroffen, wie ein Sprecher der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds berichtet.

Während der Pegelstand in Nepal und Bangladesch bereits sinkt, steht Indien vor weiteren Herausforderungen. In ruralen Gebieten sind noch ganze Dörfer von der Versorgung abgeschnitten, Lebensmittel werden knapp. Das Rote Kreuz befürchtet, dass sich nach dem Rückzug der Wassermassen Krankheiten ausbreiten könnten.

Die südasiatische Monsunzeit von Juni bis September fordert jedes Jahr in Asien sehr viele Opfer. Viele Opfer ertrinken, werden von Erdrutschen begraben oder sterben durch Stromschläge.