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Grenzstreit im Himalaja : Indien und China einigen sich

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Im Streit um ein Himalaja-Plateau zieht Indien seine Truppen zurück. Es habe eine Vereinbarung mit China gegeben, heißt es. Seit Juni standen sich die Soldaten gegenüber.

Die Atommächte Indien und China haben ihren Grenzstreit um das Doklam-Plateau im Himalaja nach Angaben aus Neu Delhi beigelegt. Beide Seiten hätten sich auf einen zügigen Rückzug ihrer Truppen geeinigt, teilte das indische Außenministerium am Montag mit. Dieser habe bereits begonnen. China seinerseits bestätigte den Rückzug indischer Grenztruppen von der Konfrontationslinie in Doklam.

Chinesische Soldaten würden weiterhin in der Region patrouillieren, sagte eine Sprecherin des Pekinger Außenamtes. Die Truppenstärke werde aber der neuen Situation entsprechend angepasst. Seit Mitte Juni hatten sich chinesische und indische Soldaten am Drei-Länder-Eck zwischen den beiden Atommächten und Bhutan gegenübergestanden.

Die Spannungen drehten sich um den Bau einer Straße durch die chinesische Volksarmee in einem von China und Bhutan beanspruchten Gebiet. China warf Indien vor, Truppen auf chinesisches Territorium geschickt zu haben, um den Straßenbau zu verhindern. Um Gebietsansprüche in einer anderen Himalaja-Region hatten China und Indien 1962 einen Krieg geführt.

Peking hatte Indien aufgefordert, seine Truppen abzuziehen, und erklärt, es werde sein Territorium „um jeden Preis“ verteidigen. Indiens Außenministerin Sushma Swaraj hatte von einer „direkten Herausforderung unserer Sicherheit“ gesprochen. In den vergangenen Wochen hätten die zwei bevölkerungsreichsten Staaten der Welt über diplomatische Kanäle ihre Anliegen und Interessen zum Ausdruck gebracht, hieß es nun aus Neu Delhi.