China: Züge dürfen wieder mit 350 km/h fahren

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In this Aug. 21, 2017 photo released by China's Xinhua News Agency, a Fuxing bullet train, China's latest high-speed train, arrives at a train station in northern China's Tianjin Municipality. China is relaunching the world's fastest bullet trains in September 2017, running at 350 kilometers (217 miles) per hour. China first ran trains at 350 kilometers per hour in August 2008, but cut speeds back to 250-300 kilometers per hour in 2011 following a two-train collision near the city of Wenzhou that killed 40 people and injured 191. (Yang Baosen/Xinhua via AP) NO SALES

Nach einem schweren Unfall in China wurde die Höchstgeschwindigkeit für Züge gedrosselt. Das soll sich nun ändern: Sieben „Fuxing“-Bahnen dürfen wieder auf rekordverdächtige 350 km/h beschleunigen.

Züge in China sollen ab der kommenden Woche wieder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h fahren dürfen. Ab dem 21. September sollen dann insgesamt sieben chinesische „Fuxing“-Züge mit dieser Maximalgeschwindigkeit unterwegs sein. Der Name bedeutet so viel wie „Verjüngung“. Das melden chinesische Medien und unter anderem auch die britische BBC.

Schon im August 2008 waren in China erstmals Züge mit einer Geschwindigkeit von 350 km/h unterwegs gewesen. Drei Jahre später kam es allerdings zu einem schweren Unfall: Zwei Schnellzüge stießen zusammen, 40 Passagiere starben, knapp 200 weitere wurden verletzt. Es war das schwerste Unglück im chinesischen Hochgeschwindigkeitsverkehr. Als Folge wurden die maximale Geschwindigkeit der Züge gedrosselt, Verbindungen ausgesetzt und der Bau weiterer Bahnstrecken gestoppt.

Nun folgt die Rückkehr zur alten Höchstgeschwindigkeit: Dafür wurden die Züge unter anderem mit einem verbesserten Sicherheitssystem ausgestattet, das die Geschwindigkeit im Notfall automatisch reduzieren soll. Die Züge sind nach Angaben der Bahngesellschaft „noch sicherer, ökonomisch und bequem“. Reisende zwischen Peking und Shanghai sparen durch die erhöhte Geschwindigkeit der Züge eine Stunde: Bislang dauerte die Fahrt zwischen beiden Städten fünfeinhalb Stunden.

Ende Dezember des vergangenen Jahres hatte das Transportministerium angekündigt, massiv in das Netz für Hochgeschwindigkeitszüge zu investieren. Bis 2020 soll das Schienennetz für Schnellzüge demnach auf 30.000 Kilometer vergrößert werden.