Bangkok/Surat Thani – Am 20. August 2014 wurde Volker Schwartges aus Düsseldorf auf Koh Samui ermordet. Er wurde 47 Jahre alt. Die Täter sind auf freiem Fuß.


Schwartges wurde in der Soi Green Mango von fünf Thais ermordet, die Mitglieder einflussreicher Familien sind. Trotz Beweisen wie Aufnahmen aus Überwachungskameras wurde keiner der Täter angeklagt, keiner von ihnen verbrachte auch nur einen Tag im Gefängnis.


Schwartges verzweifelte Mutter Gisela Schwartges kündigte am dritten Jahrestag des Mordes an ihrem Sohn an, dass sie den Kampf gegen Ignoranz und Korruption aufgegeben habe. Sie werden keine Gerechtigkeit für ihren Sohn mehr verlangen, weil sie glaube, dass der Fall schon vor langer Zeit von der thailändischen Staatsanwaltschaft und der Polizei begraben wurde.


Der Mord an Schwartges fand während einer Auseinandersetzung mit einigen Jugendlichen statt, die auf seinem Motorrad in der Soi Green Mango saßen. Die Angreifer gestanden, Schwartges mit abgebrochenen Flaschen angegriffen zu haben, bevor einer von ihnen Schwarges mit einem Messer in den Hals stach und dabei eine Arterie traf.


Das Messer wurde später als Beweismittel sichergestellt. Drei der Angreifer wurden festgenommen, gestanden die Tat und konnten wieder gehen. Seitdem ist in dem Fall nichts mehr passiert.


Mehrere Zeitungen in Deutschland und Thailand, darunter auch der WOCHENBLITZ, berichteten über den Fall. Doch schon kurz nach dem Mord wurde es still um den Fall, weitere Fragen wurden nicht gestellt.


Im November 2014 wurde bei der thailändischen Botschaft in Berlin und dem thailändischen Außenministerium angefragt, weshalb drei Monate nach dem Mord die Staatsanwaltschaft immer noch keine Akte der Ermittler habe. Daraufhin antwortete die thailändische Botschaft in Berlin, dass die Polizei von Chaweng noch ermittle und angehalten wurde, diese Ermittlungen zu beschleunigen. Als Frist wurde der 18. November 2014 genannt. Bis heute wurden allerdings keine Akten dem Gericht übergeben.


Eine Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Koh Samui, namentlich Staatsanwalt Paibul Achawanantakul, ergab, dass die Staatsanwaltschaft im Frühjahr 2015 immer noch keine Akte von der Polizei hatte. Eine weitere Nachfrage im April 2015 im Büro des Staatsanwalts Paibul ergab, dass die Akte nach wie vor nicht da sei. Im Mai 2015 wurde Paibul versetzt, seitdem wurde im Fall Schwartges nichts mehr unternommen.






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