Asien stellt sich den demografischen Herausforderungen

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Ohne Reformen werden sich die Staatsfinanzen verschlechtern. Die Konsumenten und Unternehmen passen sich der neuen Lage bereits an.

Das Wirtschaftswachstum in den asiatischen Schwellenländern wurde in den vergangenen Jahren im Wesentlichen von drei Faktoren getrieben: dem boomenden Exporten, den rasant steigenden Sachinvestitionen und vor allem auch von der stark steigenden Nachfrage junger Konsumenten. Die günstigen demografischen Trends haben zudem in den meistens Staaten der Region für stabile Staatsfinanzen und steigende Aktienkurse gesorgt.

Doch ändern sich angesichts einer ­alternden Bevölkerung die Konsumgewohnheiten in Volkswirtschaften wie China, Thailand und zu einem gewissen Grad auch Indien. Das heisst auch, dass die Zahl der neu in den Arbeitsmarkt eintretenden Schulabgänger weniger schnell zunimmt. In Volkswirtschaften wie Singapur und Malaysia, deren Wachstum in den vergangenen Jahrzehnten vor allem auch von einem expandierenden Arbeitsmarkt getragen wurde, zeichnet sich jetzt schon ab, dass sich mittel- und längerfristig auch die Haushaltlage der öffentlichen Hand verschlechtern wird.