In Taipeh attackierte ein Angreifer einen Militärpolizisten mit einem Samuraischwert. Im Gepäck hatte er eine chinesische Flagge – und eine politische Botschaft.


Der Angreifer habe auf den Polizisten eingestochen, als dieser ihn am Betreten des Präsidentenpalastes hindern wollte. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann daraufhin festgenommen.


Das Samuraischwert sei aus einem nahe gelegenen Museum gestohlen worden, hieß es weiter. Der Angreifer habe außerdem eine chinesische Flagge bei sich getragen. Bei seiner Vernehmung gab er der Polizei zufolge an, er habe mit der Tat seine politischen Ansichten zum Ausdruck bringen wollen.


Belastete Beziehungen


Die Volksrepublik China betrachtet Taiwan als untrennbaren Bestandteil des chinesischen Territoriums. Taiwan sieht sich seinerseits als souveränen Staat. Beide Länder verfolgen deshalb eine sogenannte Ein-China-Politik, beanspruchen also das Recht für sich, China in seiner Gesamtheit international alleine zu vertreten.


Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen ist eine energische Verfechterin der Unabhängigkeit ihres Landes. Seit ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Taipeh und Peking zusehends.