Haftstrafe für Studentenführer in Hongkong

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Im Sommer 2014 waren sie die Helden der sogenannten „Regenschirm“-Proteste für mehr Demokratie. Doch die Bewegung ebbte ab, und ihre Anführer müssen nun ins Gefängnis.

Der prominente Aktivist Joshua Wong (20) und die beiden anderen Studentenführer Nathan Law (26) und Alex Chow (24) müssen für mehrere Monate ins Gefängnis. Dies hat ein Gericht in Hongkong entschieden und damit ein früheres Urteil wieder aufgehoben. Law wurde zu acht Monaten, Chow zu sieben und Wong zu sechs Monaten Haft verurteilt.

Der Vorwurf gegen die drei Aktivisten lautete, dass sie mit der sogenannten „Regenschirm“-Revolution im September 2014 nicht genehmigte Demonstrationen angezettelt hätten. Tatsächlich hatten die Kundgebungen und Proteste gegen Einschränkungen des Wahlrechts das öffentliche Leben in Hongkong wochenlang lahmgelegt. Doch die Demokratiebewegung in der früheren britischen Kolonie konnte sich letztlich nicht durchsetzen.

Die Anklage hatte den drei Aktivisten und noch sechs weiteren Beschuldigten vorgeworfen, massiv den öffentlichen Frieden gestört zu haben. Die überwiegend friedlichen Proteste hatten weltweit für Beachtung gesorgt. Was auffällig war: Die Anklage wurde einen Tag nach der Wahl einer pro-pekinger Politikerin zur neuen Regierungschefin Hongkongs vorgelegt. Die 59-jährige Carrie Lam lenkt inzwischen die Geschicke der Stadt, nachdem sie von einem nicht demokratisch legitimiertem Wahl-Gremium bestimmt wurde.