Japan ist wieder da

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Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA bleiben bei den Anlegern weltweit auf dem Radar – wegen der geographischen Nähe aber ganz besonders bei den Investoren in Japan. Der jüngste Knick im Jahreschart des Leitindex Nikkei spricht für sich: Seit Mitte Mai haussierte das Börsenbarometer in Tokio über der 20.000-er Marke. Im Zuge der Zuspitzung des Konflikts um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm und der gegenseitigen Provokationen zwischen dem Regime in Pjöngjang und dem wenig taktisch agierenden US-Präsidenten Donald Trump brach der Index im August ein. Die Anleger scheuten Risikopapiere, vertrauten vielmehr den sicheren Häfen, wie dem japanischen Yen, der im Wert stieg. Beim Nikkei aber ging es bis auf 19.400 Yen bergab, bevor sich zuletzt ein neuer Aufwärtstrend einstellte. Die meisten Marktbeobachter gehen nicht davon aus, dass Nordkoreas Machthaber einen Krieg riskieren wird. Hinzu kommt, dass der „Große Bruder“ China mit der Umsetzung der neuen UN-Sanktionen Nordkorea zum Einlenken zwingen will.

„Boom-bastische“ Konjunktur in Japan

Die auf eine Entspannung hindeutenden Signale in der Nordkorea-Krise haben die Anleger zurück ins Boot geholt. Eine gute Entscheidung, denn der Börsenplatz in Tokio ist attraktiv, es wäre womöglich ein Fehler, ihn links liegen zu lassen: Aus Sicht der relativen Bewertung gehören japanische Unternehmen zu den günstigsten in den Industrieländern. Und die Unternehmen strotzen nur so vor Geschäftserfolgen und Profitabilität. Vor allem weil das Umfeld stimmt, die japanische Volkswirtschaft an Fahrt zulegt. Das Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal zum sechsten Mal in Folge angestiegen. Zu dieser Erfolgsmeldung kommt hinzu, dass das Wachstum überraschend stark ausfiel. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet betrug der Zuwachs zwischen April und Ende Juni 4,0 Prozent – das stärkste Plus seit über zwei Jahren. Ein wesentlicher Wachstumsbeitrag stammt vom privaten Konsum, der von einer kräftigen Einkommenssteigerung der Japaner profitierte. „Der hohe Deflationsdruck ist einem Wachstum der japanischen Binnenwirtschaft gewichen, der durch ein besseres Geschäftsklima und mehr Verbrauchervertrauen verstärkten Rückenwind erhält“, weiß Joel Le Saux, Fondsmanager des Oyster Japan Opportunities Fund.

Japanische Qualitätsunternehmen im Blick

Angesichts des sich günstigen konjunkturellen Umfelds beginnen Fondshäuser und Anleger nun, ihren Fokus wieder auf Japan zu richten. Im ETF-Bereich locken zusätzlich günstige Konditionen und eine unschlagbare Flexibilität. Der BNP Paribas Easy iSTOXX® MUTB Japan Quality 150 UCITS ETF H EUR (WKN: A2DPXF) ist ein frisch aufgelegter Fonds, der seit Zulassung Anfang Mai dieses Jahres bereits mit gut drei Prozent rentierte. Der Fonds basiert auf dem iSTOXX® MUTB Japan Quality 150 Index und bietet Zugang zu japanischen Qualitätsunternehmen mit hoher Profitabilität, niedrigem Leverage und nachhaltigem Cashflow. Die Kosten belaufen sich auf jährlich 0,30 Prozent.