Indische und chinesische Soldaten bewerfen sich mit Steinen

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In der Himalaya-Region schwelt ein gefährlicher Streit zwischen Indien und China. Nun ist es in Kaschmir erneut zu Gewalt gekommen. Truppen gingen aufeinander los, Berichten zufolge gab es Verletzte.

Das Himalaya-Gebiet von Jammu und Kaschmir sorgt seit Jahrzehnten für Streit zwischen den Atommächten Indien und Pakistan – bis hin zum Krieg. Nun gibt es offenbar auch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen chinesischen und indischen Truppen in der Region.

Indischen Armee-Offiziellen zufolge warfen Soldaten beider Seiten mit Steinen aufeinander. Es habe Verletzte gegeben, schreibt die „Hindustan Times“ auf ihrer Website. Ein offizielles Statement aus China gibt es dazu bislang nicht.

Der indischen Seite zufolge waren die chinesischen Soldaten etwa fünf Kilometer weit auf das indische Gebiet in Kaschmir vorgedrungen. Nach der Teilung Britisch-Indiens vor fast genau 70 Jahren wurde die Region aufgeteilt; sowohl Indien als auch Pakistan und China kontrollieren Teile davon.

Normalerweise würden Plakate hochgehalten, um die Chinesen auf den Grenzübertritt aufmerksam zu machen, schreibt die „Hindustan Times“. In diesem Fall habe das aber nichts genützt, es sei erst zu einer direkten Konfrontation und schließlich zu den Steinwürfen gekommen. Die indischen Offiziellen machen die chinesische Seite für die Eskalation verantwortlich.

Geschossen wurde nicht – die Truppen in der Himalaya-Region werden normalerweise nicht mit Waffen ausgestattet, um eine unbedachte Eskalation zu vermeiden. Es ist nicht das erste Mal, dass es zu solch ungewohnten Szenen kommt: Am Doklam-Plateau standen sich vor wenigen Monaten indische und chinesische Truppen gegenüber. Bei einem Zwischenfall, der hinterher im indischen TV gezeigt wurde, schubsten sich die Armeemitglieder gegenseitig.