«Duschen Sie mit sehr viel Seife und Wasser» – die Verwaltung der Pazifikinsel gibt Schutz-Tipps für einen möglichen Atomangriff durch Nordkorea.


Das Wichtigste in Kürze


Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea hat sich mit gegenseitigen Drohungen weiter hochgeschaukelt.
Dies, weil der UN-Sicherheitsrat vergangenen Samstag auf Initiative der USA neue Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen hatte.
Nordkorea plant offenbar einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam. In einer Mitteilung des nordkoreanischen Militärs hiess es, der Plan, vier Raketen vom Typ Hwasong-12 Richtung Guam abzufeuern, sei beinahe fertiggestellt. Ob es tatsächlich dazu kommt, liegt bei der Entscheidung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un.
Die Lage wird durch ein anstehendes Militärmanöver der USA und Südkoreas weiter belastet. Ungeachtet der Drohungen aus Nordkorea solle die Übung wie geplant vom 21. bis 31. August stattfinden.
China erklärt, die USA und Nordkorea sollten «vorsichtig» mit Worten und Taten umgehen. Beide Seiten sollten «die Spannungen abbauen».
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel warnt vor einer Eskalation. Eine militärische Antwort halte sie in dem Konflikt «nicht für geboten»


Schutz-Tipps


Die Verwaltung der Pazifikinsel Guam bereitet ihre Bewohner auf einen möglichen Atomwaffen-Angriff durch Nordkorea vor – mit einem Merkblatt, das an die Zeit des Kalten Kriegs erinnert. «Legen Sie sich flach auf den Boden und bedecken Sie Ihren Kopf», lautet einer der Tipps der Heimatschutz-Behörde auf dem Aussengebiet der USA.


Für den Fall eines Kontakts mit radioaktiven Stoffen heisst es: «Duschen Sie mit sehr viel Seife und Wasser.» Allerdings sollten die Inselbewohner keine Haarspülung benutzen, «denn diese bindet radioaktives Material in Ihrem Haar».


Für den Fall eines Atomangriffs am helllichten Tag heisst es: «Sollten Sie im Freien überrascht werden, schauen Sie nicht in den Blitz oder in den Feuerball. Dadurch können Sie erblinden.» Stattdessen sei es gut, sofort in Deckung zu gehen – «hinter irgendetwas, das Schutz bietet». Vorsorglich rufen die Heimatschützer von Guam auch zur Geduld auf: Eventuell sei es bei einem Raketenbeschuss nötig, mindestens 24 Stunden im Haus zu bleiben – «ausser, die Behörden ordnen etwas anderes an.»


Chinas Antwort zu Konflikt


Chinas Präsident Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zur Mässigung im Atomstreit mit Nordkorea aufgefordert. Trump müsse «Worte und Taten» vermeiden, welche die ohnehin angespannte Lage auf der Koreanischen Halbinsel verschlimmerten, sagte Xi laut einem Bericht des staatlichen chinesischen Fernsehens vom Samstag.


Xi rief überdies alle beteiligten Seiten auf, «Zurückhaltung zu üben» und «den Weg des Dialogs, der Verhandlungen und einer politischen Lösung weiterzugehen», wie der Sender CCTV berichtete. Es sei «im gemeinsamen Interesse Chinas und der USA», die atomare Abrüstung auf der Koreanischen Halbinsel zu erreichen und Frieden und Stabilität in der Region zu bewahren.


Rhetorik bleibt hart


US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea erneut vor Drohgebärden oder militärischen Handlungen gewarnt. Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un «wird es schnell bereuen», wenn er weitere Drohungen gegen das US-Aussengebiet Guam, jegliches andere US-Territorium oder Verbündete der Vereinigten Staaten ausspreche oder diese angreife, sagte Trump am Freitag in seinem Golfclub in Bedminster im Staat New Jersey.


Er müsse noch mit dem Gouverneur der Insel sprechen, so Trump später bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Aussenminister Rex Tillerson und der US-Botschafterin an die Vereinten Nationen, Nikki Haley. Aber er habe das Gefühl, dass alle Bewohner Guams «sehr sicher» sein würden, sagte Trump. «Glauben Sie mir.» Er fügte hinzu, falls Guam irgendetwas passieren sollte, sei Nordkorea in «grossen, grossen Schwierigkeiten». Trotz der immer hitzigeren Rhetorik im Konflikt mit Nordkorea hoffe er, dass alles gut gehe, so Trump.


Sanfte Töne


Neben all der Kriegsrhetorik sagte US-Präsident Donald Trump am Freitag über die Lösung des Konfliktes mit Nordkorea auch: «Niemand liebt eine friedliche Lösung mehr als Präsident Trump.»


Unterstützung vom Volk


Zehnmillionen von Amerikanern unterstützten Trumps Haltung gegenüber der atomaren Bedrohung durch Nordkorea, hatte der US-Präsident am Freitag erklärt. «Endlich haben wir einen Präsidenten, der sich für unsere Nation einsetzt und für unsere Freunde und unsere Verbündeten einsetzt», sagte er.


Seine Kritiker beschwerten sich nur über seine Rhetorik, weil er sie ausgesprochen habe. Würde «jemand anderes» Drohungen in Richtung Kim schicken, würde das als «ein grossartiges Statement» willkommen geheissen, so der Präsident.


USA als «Klumpen»


«Jede einzelne Muschelschale, die auf die koreanische Halbinsel geworfen wird, kann zum Ausbruch eines thermonuklearen Kriegs führen», zitierte staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas einen Forscher des nordkoreanischen Instituts für Internationale Studien. «Wir betrachten die USA als nichts mehr als einen Klumpen, den wir jederzeit zu Pudding schlagen können», habe dieser gesagt, wie «Fox News» schreibt. Zuvor hatte US-Präsident Trump gesagt, militärische Lösungen stünden bereit.


«Locked and loaded»


US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt mit Nordkorea dem Land mit einer militärischen Lösung gedroht. Für den Fall, dass Nordkorea unklug agiere, hätten die USA «die militärischen Lösungen nun vollständig vorbereitet», (sinngemäss: «geladen und entsichert») erklärte Trump heute im Kurzbotschaftendienst Twitter. «Hoffentlich findet Kim Jong-un einen anderen Weg», sagte er mit Blick auf den nordkoreanischen Machthaber.


Washington und Pjöngjang hatten die gegenseitigen Drohungen zuletzt immer weiter verschärft. Trump hatte am Dienstag zunächst gedroht, die USA würden «mit Feuer und Wut» auf weitere Provokationen reagieren. Nordkorea drohte daraufhin mit einem Angriff nahe der US-Pazifikinsel Guam. Trump legte am Donnerstag nach und erklärte, seine Botschaft sei «vielleicht nicht hart genug» gewesen. «Nordkorea sollte sich lieber zusammenreissen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor.»






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