Nordkorea hält an Atomprogramm fest

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FILE - This file photo distributed by the North Korean government shows what was said to be the launch of a Hwasong-14 intercontinental ballistic missile, ICBM, in North Korea's northwest, Tuesday, July 4, 2017. Independent journalists were not given access to cover the event depicted in this photo. North Korea’s flurry of missile launches - 20 of them just in the past year - are a new and alarming fact of life for Japan and its other neighbors. (Korean Central News Agency/Korea News Service via AP, File)

Pjöngjang will trotz der Uno-Sanktionen die Raketentests fortsetzen – aus Angst vor den USA. Die „atomare Abschreckung zur Selbstverteidigung“ stehe nicht zur Debatte.

Die Strafmaßnahmen seien eine Verletzung ihrer Souveränität, beim Atomprogramm werde es keine Abstriche geben: Nordkorea zeigt nach dem Sanktionsbeschluss des Uno-Sicherheitsrats keine Gesprächsbereitschaft: Die „atomare Abschreckung zur Selbstverteidigung“ Nordkoreas stehe nicht zur Verhandlung, solange die USA das Land bedrohten, hieß es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Die vom Sicherheitsrat verabschiedeten neuen Strafmaßnahmen wertete die nordkoreanische Staatsagentur als „gewalttätige Verletzung unserer Souveränität“. „Wir werden niemals auch nur einen einzigen Schritt weg von der Stärkung unserer Atommacht unternehmen“, hieß es in der Meldung weiter. Zuvor hatte der nordkoreanische Außenminister ein Gesprächsangebot aus Südkorea als unaufrichtig kritisiert.

Am Samstag hatte das Uno-Gremium scharfe Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Sie sollen der Regierung in Pjöngjang rund eine Milliarde Dollar (rund 843 Millionen Euro) an Einnahmen aus Exporten entziehen, das entspricht einem Drittel der Summe aller Ausfuhren aus Nordkorea. Der Exportbann betrifft Kohle, Stahl und Eisen, Blei, Fisch und Meeresfrüchte.

Nach den Sanktionen kam es aus Nordkorea zudem erneut zu Drohungen in Richtung Washington: Das Regime sei bereit, „die USA mit weit größeren Maßnahmen zur Rechenschaft zu ziehen für ihre Verbrechen gegen unser Volk und unser Land“, teilte Pjöngjang am Montag in einer Erklärung mit. „Es gibt keinen größeren Fehler für die USA als zu glauben, dass ihr Land auf der anderen Seite des Ozeans sicher ist.“

Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten hatte sich das Regime ähnlich geäußert.

Mit dem Beschluss reagierte der Sicherheitsrat auf den neuerlichen Raketentest Nordkoreas. Das Land hat seit 2006 zudem fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Trotz bereits bestehender umfassender Sanktionen treibt das Land seit Jahren sein Atomwaffenprogramm voran und schießt immer wieder Raketen zu Testzwecken ab, was ihm der Sicherheitsrat verboten hat.