Thailand: Ultimatum bis Montag für Webseiten-Sperrung

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Bangkok – Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation (NBTC) forderte die Internet Service Provider (ISPs) auf, bis Montag unliebsame Webseiten zu blocken. Geschieht dies nicht, drohen rechtliche Schritte und Lizenzentzug.

Die NBTC verlangt von den ISPs bis zum 7. August, dass Webseiten geblockt werden, die laut Gerichtsbeschluss in Thailand nicht angesehen werden dürfen.

Die NBTC verlangt dies von den ISPs, weil Facebook und YouTube, die Hauptplattformen für Postings und Videos, die von thailändischen Gerichten als „unangemessen“ angesehen werden, nur schleppend sperren.

NBTC-Chef Takorn Tantasith sagte dazu, dass man Facebook und YouTube vorschlage, den ISPs bei der Entfernung der entsprechenden Webseiten zu helfen. „Diese ISPs sind in Thailand registriert und müssen sich an thailändische Gesetze und Gerichtsbeschlüsse halten“, sagte Takorn.

Thailand hatte von Facebook verlangt, dass über 2500 Webseiten zumindest für Internetnutzer in Thailand nicht mehr zu sehen sein sollen. Facebook war der Aufforderung insoweit nachgekommen, dass nur 40 Prozent dieser Webseiten nicht mehr erreicht werden können. Daher wurde Facebook wie die ISPs ein Ultimatum bis Montag gestellt.

YouTube dagegen wurde vom NBTC-Chef Takorn gelobt. Die Plattform sollte 980 Videos für thailändische Nutzer sperren, 779 sind nicht mehr zu sehen.