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Wegen obszönen Songtexts – Malaysia verbietet „Despacito“

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Luis Fonsi & Daddy Yankee
Luis Fonsi & Daddy Yankee

Der Latino-Pop-Song „Despacito“ ist der globale Sommerhit 2017. Die Regierung in Malaysia allerdings stößt sich an den sexuell expliziten Lyrics und lässt den Song verbieten – allerdings nicht überall.

Mit 4,28 Milliarden Aufrufen stellte der Song „Despacito“ kürzlich einen Streaming-Weltrekord auf. In Malaysia allerdings sollen die Menschen das Lied der Puerto-Ricaner Luis Fonsi und Daddy Yankee nicht mehr hören, sondern stattdessen für den dort als sexistisch wahrgenommenen spanischen Text sensibilisiert werden.

Der malaysische Minister für Kommuniktion, Salleh Said Keruak, sagte der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag, der Song werde aufgrund öffentlicher Beschwerden über den „obszönen“ Text verboten. Die islamische Partei Amanah hatte sich vorher negativ über das Lied geäußert und beklagt, viele Kinder würden ihn singen, ohne die Worte zu verstehen.

Das Verbot betrifft allerdings nur das Original, nicht den ebenso populären Remix mit Justin Bieber. Außerdem erstreckt es sich nur auf die staatlichen Radio- und Fernsehkanäle, private Medien und vor allem Streaming-Plattformen bleiben davon unberührt.

„Despacito“ ist ein Mix aus Latin-Pop und dem in Puerto Rico populären Reggaeton. Der Text dreht sich explizit um Sex. An einer Stelle heißt es: „Ganz gemächlich will ich an deinem Hals atmen. (…) Lass mich zu deinen gefährlichen Stellen vordringen, bis du anfängst zu schreien und deinen Nachnamen vergisst“. Andere Songs überschreiten die Grenze zum Sexismus deutlicher,in Südamerika wird mittlerweile darüber diskutiert.