Thailand / Fischerei: Premier zufrieden, EU nicht

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Bangkok – Premierminister General Prayuth Chan-ocha äußerte seine Zufriedenheit über die Fortschritte bei der Eindämmung des illegalen, unprotokollierten und unregulierten Fischens (IUU).

Die Europäische Union dagegen signalisierte, die thailändischen Behörden könnten mehr tun, und daher werde wohl die „gelbe Karte“ um ein Jahr verlängert.

„Wir konnten die Aufgabe womöglich nicht zu 100 Prozent lösen, weil es so viele Probleme auf dem Gebiet gibt, aber ich glaube, wir haben große Fortschritte bezüglich der Vorgaben erzielt“, sagte der Premierminister.

Zwischen dem 1. und 16. Juli hielt sich eine EU-Delegation in Thailand auf, um sich persönlich von den Fortschritten der IUU-Eindämmung zu überzeugen.

Keiner der Delegierten ist zitiert worden, daher beruhen deren Aussagen nur auf Hörensagen. So meinte Landwirtschaftsminister Chatchai Sarikalya, die EU habe gemeint, dass mehr unternommen werden könnte, um die Fischereiindustrie zu regulieren.

Der Premierminister gab zu, dass es Schwierigkeiten gebe. So seien nur 18.000 von geschätzten 20.000 bis 30.000 Fischkuttern registriert worden. Ziel war/ist es, alle zu registrieren.

„Wir stoßen auf jedem Gebiet auf Schwierigkeiten, daher gibt es nur langsame Fortschritte“, sagte er.

Falls die EU mit den Fortschritten zufrieden ist, stellt sie eine „grüne Karte“ aus. Falls kein Fortschritt zu vermelden ist, gibt es seitens der EU die „rote Karte“, die zu einem Importverbot in EU-Staaten führt.