China: Liu Xiaobo in „simpler Zeremonie“ eingeäschert

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Der verstorbene Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist nach Angaben chinesischer Staatsmedien im Beisein seiner Witwe und Freunde eingeäschert worden.

Die Feuerbestattung fand demnach im Rahmen einer „simplen Zeremonie“ in der nordchinesischen Stadt Shenyang statt. Dort war Liu vorgestern in einem Krankenhaus gestorben. Die Justiz hatte ihn wenige Wochen zuvor wegen einer nicht mehr heilbaren Krebserkrankung aus der Haft entlassen. Liu hatte sich für Demokratie, Menschenrechte und Toleranz in China eingesetzt und war deshalb 2009 wegen „Untergrabung der Staatsgewalt“ zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden.