Irres Fährterminal in Form eines Mantarochens für Südkorea

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In Seoul können Besucher vielleicht bald einen ganz besonderen Hafen ansteuern!

Mit seinem runden, geschwungenen Dach und den schnurgeraden Stegen erinnert der Entwurf „Manta Ray“ (auf Deutsch: Mantarochen) mit ein wenig Fantasie an einen riesigen Rochen, der seine Flossen über den Han-Fluss breitet.

Hinter dem futuristischen Fährterminal steht der belgische Stararchitekt Vincent Callebaut, der ihn für einen internationalen Architekturwettbewerb entworfen hat.

Das Gebäude hat drei Ebenen: Ganz unten auf der Wasseroberfläche liegt der überdachte Hafen, der zwischen geschwungenen Pfeilern den Booten Schutz vor der Strömung im Han-Fluss bietet. Durch die Wabenstruktur des Daches ist der Bereich hell. Passagiere gelangen über Stege zu den Booten.

Im ersten Stock befinden sich dem Entwurf zufolge Geschäfte, Restaurants, Ausstellungsräume und andere Freizeitangebote. Runde Fenster in Dach und Boden lassen den Bau leicht und die Räume hell erscheinen.

Ganz oben auf dem Dach wächst ein Park mit Bäumen und Rasenflächen. Der Anleger fügt sich somit ganz harmonisch in die Grünanlagen des Yeouido Parks am Flussufer ein. Mit Spazier- und Radwegen, Liegewiesen und Sportplätzen soll das Areal eine Freizeitoase für die Städter werden.

Das Beste aber ist: Der schwimmende Anleger stellt nicht nur die benötigte Energie mithilfe von Wasserturbinen komplett selbst her. Durch seine üppige Vegetation – unter anderem Weiden und verschiedene Sumpfpflanzen – reinigt er auch den Fluss, in dem er schwimmt. Und verbessert dadurch die Wasserqualität.

Vincent Callebaut und sein Architekturbüro in Paris sind für ihre futuristischen, nachhaltigen Entwürfe bekannt, mit denen sie Städte rund um den Globus grüner und lebenswerter gestalten möchten.

Derzeit wird in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh ihr Hochhaus „Twisting Tower“ (auf Deutsch: gedrehter Turm) gebaut, der mit unzähligen Bäumen auf allen Etagen für frische Luft im Stadtzentrum sorgen soll.

Das Fährterminal für Seoul existiert bisher nur auf Entwürfen. Ob und wenn ja wann es gebaut wird, steht noch in den Sternen.

Der neue Anleger in Seoul würde die Lebensqualität in der koreanische Hauptstadt sicherlich aufwerten.