Mehrere Tote nach Bergrutschen in Japan

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Ein Mann fotografiert eine vom Unwetter heruntergerissene Brücke in der Präfektur Oita im Norden der südlichen Hauptinsel Kyushu.
Ein Mann fotografiert eine vom Unwetter heruntergerissene Brücke in der Präfektur Oita im Norden der südlichen Hauptinsel Kyushu.
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Elf Menschen sind in Japan durch schwere Regenfälle und Bergrutsche ums Leben gekommen. 14 werden vermisst, 500 sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Schwere Regenfälle und Bergrutsche in Japan haben bis Freitag elf Menschen getötet. Mindestens 14 wurden noch vermisst. Mehr als 500 Menschen waren durch überschwemmte oder verschüttete Straßen von der Außenwelt abgeschnitten. Einheiten der Selbstverteidigungskräfte retteten zahlreiche Menschen aus den Wassermassen, viele wurden mit Hubschraubern aus unzugänglichen Gebieten ausgeflogen.

Die schweren Regenfälle treffen seit Mittwoch besonders die Präfekturen Fukuoka und Oita im Norden der südlichen Hauptinsel Kyushu. Zeitweise waren Evakuierungswarnungen für Hunderttausende Menschen ausgegeben. An manchen Orten fiel innerhalb von zwei Tagen mehr Regen als sonst im ganzen Juli. Flüsse traten über die Ufer und zerstörten Brücken und Straßen, Bergrutsche rissen Häuser und Wälder mit sich. Für die Nacht zum Samstag waren weitere Unwetter angesagt.

Die Überschwemmungen beeinträchtigen auch das offizielle Leben. Aus Mitgefühl mit den Opfern verschob das Kaiserhaus die für Samstag angekündigte Bekanntgabe der Verlobung von Prinzessin Mako.

Schon vor Wochen war bekannt geworden, dass die 25 Jahre alte Enkelin von Kaiser Akihito ihren gleichaltrigen Studienfreund Kei Komuro ehelichen wird. Am Samstag wollten die beiden ihr Glück öffentlich machen und sich Fragen der Presse stellen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Üblicherweise wird in Japan etwa ein Jahr nach Bekanntgabe der Verlobung geheiratet.