Koh Tao / Thailand: Polizei nimmt zu Todesfällen Stellung

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Surat Thani – Die Polizei und Verwaltungsbeamte wollen den guten Ruf der Insel wieder herstellen, indem sie auf einer Pressekonferenz Einzelheiten über Ermittlungsergebnisse mitteilten.

Es geht um insgesamt sechs Fälle mit sieben Toten seit 2014. Koh Tao geriet wegen des Todes der Belgierin Elise Dallemagne erneut in die Schlagzeilen. Ihre Mutter zweifelte die Ermittlungsergebnisse an, der Fall wurde noch einmal aufgerollt.

Der Polizeichef von Surat Thani, Apichart Boonsriroj, sagte, dass die anderen fünf Fälle gelöst seien.

Der Brite Nick Pearson, wurde am 1. Januar 2014 tot im Meer gefunden. Forensische Ärzte sagten, er sei betrunken ins Meer gefallen und ertrunken. Der Vater verlangte keine Autopsie.

Die Briten David Miller und Hannah Witheridge, beide 24, wurden am 15. September 2015 am Strand ermordet. Zwei Burmesen wurden wegen Doppelmordes in I. Instanz zum Tode verurteilt.

Der Franzose Dimitri Povse, wurde am 1. Januar 2015 mit auf dem Rücken gefesselten Händen aufgehängt gefunden. Laut Polizei fesselte er sich selbst und hängte sich dann auf. Ein Abschiedsbrief wurde gefunden.

Die Britin Christina Annesley, 23, wurde am 21. Januar tot in ihrem Hotelzimmer gefunden. Zum Tod führten zu viel Alkohol und Drogen, eine Fremdeinwirkung konnte die Polizei nicht feststellen.

Der Brite Luke Miller, 26, ertrank in einem Swimmingpool. Er war vom Sprungbrett in den Pool gesprungen und schlug dabei mit dem Kopf auf das Sprungbrett. Er wurde bewusstlos und ertrank.

Bei dem sechsten Fall handelt es sich um die vermisste Russin Valentina Novozhyonova, 24. Sie verschwand am 16. Februar 2017 spurlos. Laut Polizei wollte sie einen Tauchrekord brechen und kehrte von diesem Rekordversuch nicht mehr zurück. Für die Polizei gilt auch dieser Fall als gelöst.

Was die Ermittlungen in dem Fall Elise Dallemagne, 30, betrifft, die am 27. April erhängt aufgefunden wurde, so werden zurzeit 14 Zeugen befragt. Bislang gäbe es laut Polizei keine Hinweise auf einen Mord.

Der Polizeichef dementierte vehement, dass auf der Insel die Mafia in Form mächtiger Familien regiere. So etwas gäbe es nicht auf der Insel, und was die Inselpolizei betreffe, gäbe es keine Interessenkonflikte.