Nordkorea: Getestete Rakete kann «großen Atomsprengkopf» befördern

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Mit dem erfolgreichen Test einer Interkontinentalrakete hat Nordkorea nach eigenen Angaben eine entscheidende Stufe im Konflikt mit den USA erreicht: Die am Dienstag abgefeuerte Interkontinentalrakete (ICBM) könne einen «großen und schweren Atomsprengkopf» befördern, hieß es aus Pjöngjang. Das «langwierige Kräftemessen mit den US-Imperialisten hat seine Endphase erreicht», zitierten Staatsmedien am Mittwoch den Machthaber Kim Jong Un.

Nordkorea habe mit dem Test die Kapazitäten der strategischen Waffen des Landes vervollständigt. Dazu gehörten auch herkömmliche Atombomben und Wasserstoffbomben. Nordkorea werde niemals auf seine Atomwaffen verzichten, sagte Kim. Den USA unterstellte er erneut eine feindselige Politik. Der Test sei als «Geschenk» für die Vereinigten Staaten an deren Unabhängigkeitstag (4. Juli) erfolgt.

Der Streit um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm gilt als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit. Die USA verurteilten den Raketentest Nordkoreas scharf. Er stelle «eine neue Eskalation der Bedrohung» dar für die Vereinigten Staaten, deren Verbündete und Partner, sowie für die Region und die ganze Welt, teilte das US-Außenministerium mit. Chefdiplomat Rex Tillerson bestätigte in der Mitteilung, dass Nordkorea tatsächlich – wie behauptet – eine ICBM getestet habe. Für Mittwochnachmittag (Ortszeit) beantragten die USA eine Sitzung des UN-Sicherheitsrat in New York zu dem Thema.