Japan testet Blockchain für staatliche Vertragsaufgabe

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Japan versucht gegenwärtig die Blockchain-Technologie in die staatliche Verwaltung zu implementieren, wie das japanische Außenministerium laut dem Nikkei Asian Review bekannt gegeben hat.

So wird ab April 2018 ein auf Blockchain-basierendes Verwaltungssystem getestet, das Ausschreibungen staatlicherseits verwalten soll. In den Bieterverfahren sollen Informationen der Unternehmen gesammelt und effizient über eine Blockchain ausgewertet werden. So soll es möglich sein, dass Behörden untereinander über eine Blockchain-Plattform die Daten der Unternehmen austauschen können.

Bei den Ausschreibungen handelt es sich um ein jährliches Auftragsvolumen von 600 Milliarden US-Dollar, was 16,2 % des BIP bzw. 38,3 der gesamten öffentlichen Ausgaben entspricht.

Die geplante Blockchain-Integration ist Teil einer größer angelegten E-Government-Bestrebung, die vor allem die Schnittstelle zwischen Unternehmen und öffentlicher Verwaltung verbessern soll.

Japan ist nicht das einzige Land, das in diese Richtung forscht. Die Ukraine hat bereits in einem Pilotprojekt staatliche Ausschreibungen über eine Blockchain organisiert und auch die USA forschen gerade, wie Verträge aus dem öffentlichen Sektor über eine Blockchain abgewickelt werden können.