Aktivisten fordern Thailands Militärjunta zur Aufgabe der Folter auf

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Menschenrechtsorganisationen haben die Militärregierung in Thailand aufgefordert, die UN-Vereinbarungen gegen Folter und Misshandlungen einzuhalten. «Amnesty International und die Internationale Juristenkommission sind besorgt darüber, dass in Thailand Folter immer noch weit verbreitet ist», erklärten die Menschenrechtsorganisationen am Montag anlässlich des 30. Jahrestages der UN-Antifolterkonvention.

Die thailändische Regierung hat 2007 die UN-Antifolterkonvention ratifiziert, allerdings noch nicht die Internationale Konvention zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen. Die Aktivisten von AI kritisieren unter anderem, dass Personen dem Gesetz zufolge bis zu eine Woche vom Militär in inoffiziellen Haftzentren festgehalten werden könnten, wo sie keinen Zugang zu Anwälten oder Ärzten hätten. Untersuchungen hätten ergeben, dass Gefangene in dieser einen Woche oftmals gefoltert würden.

Mehr als einhundert Regierungsgegner sind allein seit dem Putsch der Militärjunta 2014 wegen Majestätsbeleidigung festgenommen worden.