US-Außenminister fordert von China mehr Druck auf Nordkorea

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FILE PHOTO - North Korean leader Kim Jong Un inspects the long-range strategic ballistic rocket Hwasong-12 (Mars-12) in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) on May 15, 2017. KCNA via REUTERS/File photo REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THIS IMAGE. NO THIRD PARTY SALES. SOUTH KOREA OUT.
FILE PHOTO – North Korean leader Kim Jong Un inspects the long-range strategic ballistic rocket Hwasong-12 (Mars-12) in this undated photo released by North Korea’s Korean Central News Agency (KCNA) on May 15, 2017. KCNA via REUTERS/File photo REUTERS ATTENTION EDITORS – THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. EDITORIAL USE ONLY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THIS IMAGE. NO THIRD PARTY SALES. SOUTH KOREA OUT.

 
 
 

Im Streit über Nordkoreas Atomwaffenprogramm hat US-Außenminister Rex Tillerson China aufgefordert, größeren Druck auf die Regierung in Pjöngjang auszuüben.

Auch die anderen Partnerstaaten in der Region sollten entsprechende Anstrengungen verstärken, sagte Tillerson nach einem Treffen mit seinem australischen Kollegen in Sydney am Montag. Seinen Worten zufolge stellt Nordkorea ein Sicherheitsproblem dar, nicht nur für die Region, sondern für die ganze Welt. Ungeachtet erweiterter UN-Sanktionen hatte Nordkorea am Sonntag angekündigt, sein Atomwaffen-Programm auszubauen.

Die Entwicklung von Atomsprengköpfen werde ohne Verzögerung fortgesetzt, teilte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums am Sonntag mit. Nordkorea halte an dem Ziel fest, eine Atommacht zu werden, um die Souveränität des Landes zu verteidigen. Am Freitag hatte der UN-Sicherheitsrat nach den jüngsten Raketentests die Sanktionen gegen das kommunistische Land ausgeweitet. Die Entscheidung fiel einstimmig und wurde auch von China unterstützt. Nordkorea hat in diesem Jahr mehrfach Raketen getestet und einen sechsten Atomwaffentest angekündigt. US-Präsident Trump hat deswegen auch militärische Aktionen nicht mehr ausgeschlossen.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis hatte zunächst die Bemühungen Chinas zur Einflussnahme auf das Land gewürdigt. Zugleich hatte Mattis aber am Samstag auf einer Asien-Sicherheitskonferenz in Singapur betont, die Zusammenarbeit mit China im Nordkorea-Konflikt bedeute nicht, dass die USA die Verlagerung von Waffen auf künstliche Inseln im Südchinesischen Meer zulassen werde. Der Ausbau der chinesischen Militärpräsenz dort gefährde die Stabilität in der Region. China wies die Kritik am Montag als unverantwortlich zurück. Es gehe nicht um eine Militarisierung der künstlichen Inseln, sondern um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der dort stationierten Menschen.

Die Volksrepublik erhebt Ansprüche auf fast das gesamte Südchinesische Meer und streitet deswegen seit Jahren mit Anrainerstaaten. Auf künstlichen Inseln hat China bereits Landebahnen angelegt, was Spannungen in der Region auslöste. Ein Drittel der weltweiten Seetransporte führt durch das Gebiet.