Anleger in Asien reagieren enttäuscht auf Opec-Entscheidung

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Die Opec-Entscheidung zur Drosselung der Ölförderung hat den Ölpreis und die Börsen weltweit in Turbulenzen versetzt. Nachdem der Preis für Rohöl am Donnerstag als Reaktion auf das Opec-Treffen in Wien um fast fünf Prozent eingebrochen war, erholte sich das schwarze Gold am Freitag wieder.

Die Opec-Entscheidung zur Drosselung der Ölförderung hat den Ölpreis und die Börsen weltweit in Turbulenzen versetzt. Nachdem der Preis für Rohöl am Donnerstag als Reaktion auf das Opec-Treffen in Wien um fast fünf Prozent eingebrochen war, erholte sich das schwarze Gold am Freitag wieder. Die Börse in Tokio schloss leicht im Minus, in Europa öffneten die Finanzplätze weitgehend stabil.

An das Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und ihrer Partner am Donnerstag in Wien hatten die Anleger im Vorfeld große Erwartungen. Die Gruppe hatte im vergangenen Jahr beschlossen, die Fördermenge um insgesamt 1,8 Millionen Barrel pro Tag zu kürzen, um den Preis zu stabilisieren und Lagerbestände abzubauen. Die Kürzung wurde damals bis Ende Juni vereinbart und nun in Wien um weitere neun Monate verlängert.

Anleger hatten allerdings gehofft, dass die Kürzung um ein Jahr verlängert oder dass die Fördermenge sogar noch weiter zurückgefahren wird. Daher sank der Ölpreis noch am Donnerstag deutlich, erholte sich am Freitag aber wieder. Gegen Mittag kostete ein Barrel der Sorte Brent in London 51,80 Dollar, das waren 34 Cent mehr als bei Börsenschluss am Donnerstag. In New York war das Leichtöl WTI für 49,17 Dollar zu haben.

An der Börse in Tokio schloss der Leitindex Nikkei am Freitag 0,64 Prozent im Minus, die Finanzplätze in Hongkong und Shanghai schlossen letztlich leicht im Plus. Asiatische Ölfirmen bekamen die Opec-Entscheidung ebenfalls zu spüren: Die chinesischen Ölkonzerne CNOOC und Petrochina verloren zwischenzeitlich anderthalb Prozent, die Papiere der japanischen Ölfirma Inpex gaben um knapp zwei Prozent nach. In Europa öffneten die Börsen weitgehend stabil.

Die Entscheidung in Wien trugen 24 Länder mit, also auch erneut zahlreiche Nicht-Opec-Mitglieder wie Russland. Das Land Äquatorialguinea, das sich bereits an dem vorherigen Abkommen beteiligt hatte, wurde offiziell in die Opec aufgenommen, damit hat die Organisation derzeit 14 Mitglieder.