Drei Polizisten bei mutmaßlichem Selbstmordanschlag in Jakarta getötet

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Ein belebter Busbahnhof in der indonesischen Hauptstadt wird plötzlich von einer Explosion erschüttert. Die Polizei geht von einem Selbstmordanschlag aus. Damit würde sich die seit 2000 anhaltende Serie von Terrorattacken fortsetzen.

In der indonesischen Hauptstadt Jakarta haben sich offenbar Selbstmordattentäter an einem belebten Busbahnhof in die Luft gesprengt. Ein Polizist wurde durch die Explosion am Terminal Kampung Melayu im Osten Jakartas getötet, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zwei weitere Beamte erlagen wenig später ihren schweren Verletzungen. Sieben weitere Menschen wurden bei der Explosion verletzt. Die Beamten waren an dem Busbahnhof gerade für eine Parade zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan im Einsatz, als sich die Explosion ereignete.

Man vermute ein Selbmordattentat, sagte der stellvertretende Polizeichef des Landes, Syafruddin, im Fernsehen. In den Sozialen Medien kursierende Fotos zeigten verstreute Körperteile eines mutmaßlichen Attentäters. CNN Indonesia meldete unter Berufung auf einen Polizeisprecher, es seien zwei Attentäter an dem Angriff beteiligt gewesen.

Der Anschlag wäre die zweite Attacke in Jakarta in weniger als zwei Jahren. Bei einem bewaffneten Überfall und einem Bombenattentat waren im Januar 2016 in einem Geschäftsviertel der Millionenmetropole acht Menschen getötet worden, darunter die vier Attentäter.

Indonesien wird seit 2000 immer wieder von Terrorattacken erschüttert. Hunderte Menschen kamen dabei bereits ums Leben. Der Inselstaat hat die weltweit größte muslimische Bevölkerung.