Thailand: Einsitzender Aktivist erhält Preis

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Seoul – Die Eltern von Demokratie-Aktivist Jatupat „Pai Dao Din“ Boonpattararaksa, der wegen Majestätsbeleidigung in Thailand in Untersuchungshaft sitzt, nahmen für ihren Sohn den Preis einer südkoreanischen Menschenrechtsorganisation in Empfang.

Jatupats hatte mehrere Kautionsanträge gestellt, die alle abgewiesen wurden. Er hatte das Verbrechen begangen, auf Facebook einen BBC-Artikel über den König zu teilen. Jatupat sieht einer langen Haftstrafe entgegen.

Die südkoreanische „Stiftung zur Erinnerung an den 18. Mai“ begründete die Preisübergabe damit, dass Jatupats Aktionen alle Menschenrechtsaktivisten inspiriert haben, die Demokratie fordern, auch über Thailands Grenzen hinaus.

Der thailändische Botschafter in Südkorea hatte sich schriftlich über die Preisverleihung an Jatupat beschwert. Das Schreiben war mit entsprechenden Kommentaren durch die Stiftung veröffentlicht worden.