Kanadische Luft aus der Dose ist der Renner in Asien

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Die Luftverschmutzung in asiatischen Ländern befördert offenbar den Erfindungsreichtum von Geschäftemachern: Luft aus der Dose entwickelt sich zu einem Verkaufsschlager.

Wie die BBC berichtet, verkauft eine kanadische Firma in China inzwischen etwa 10.000 Container pro Monat. In Peking beispielsweise kostet eine Sprühdose mit sauberer Luft umgerechnet rund 30 Dollar. Die schadstoffreie Atemluft kommt nach Herstellerangaben aus Regionen wie den kanadischen Rocky Mountains oder mongolischen Wäldern.

Ursprünglich waren die Produkte eher als Scherzartikel oder als Kunstprojekte gedacht, die auf das Problem Luftverschmutzung aufmerksam machen sollten. Die Dosen sehen aus wie Haarspraydosen, an die eine Atemmaske angebracht wird. Sie fassen knapp acht Liter komprimierter Luft, das reicht für rund 150 Atemzüge.

Kritiker sagen, das Geschäft mit der Luft sei reine Geldmacherei. Auch Wissenschaftler merken an, es gebe keine Hinweise darauf, dass saubere Luft aus der Dose sich positiv auf die Gesundheit auswirke.