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Psychopath enthauptete Mädchen: Gericht in Taiwan verurteilt Kindermörder

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Die Tat schockt im Frühjahr 2016 über Taiwan hinaus: Auf offener Straße trennt ein Mann einem vierjährigen Mädchen den Kopf ab – vor den Augen der Mutter. Ein Gericht verurteilt ihn nun zu lebenslanger Haft. Durch seine psychische Krankheit entgeht er einem Todesurteil.

Ein psychisch kranker Mann, der in Taiwan mitten auf einer belebten Straße ein vierjähriges Mädchen enthauptet hatte, ist von einem Gericht in Taipeh zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Bei der Urteilsfindung sei in Übereinstimmung mit internationalen Menschenrechtsabkommen der Geisteszustand des Mannes berücksichtigt worden, teilte das Gericht mit. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des „extrem kaltblütigen Verbrechens“ die Todesstrafe gefordert.

Der Mann hatte sich in dem Prozess schuldig bekannt, das Mädchen im März vergangenen Jahres getötet zu haben. Die Vierjährige war mit ihrer Mutter unterwegs zu einer U-Bahnstation, als der Mann sie sich von hinten schnappte und ihr vor den Augen hilfloser Passanten mit einem Küchenmesser den Kopf abtrennte. Im Prozess sagte der Verurteilte aus, er habe während der Bluttat halluziniert, dass er ein chinesischer Kaiser sei und ihm durch die Tötung des Kindes Konkubinen erscheinen würden, um ihm Stammhalter zu gebären.

Die Richter werteten die Tat, die das Land schockierte und eine Debatte über die Todesstrafe entfacht hatte, als „entsetzliches“ Verbrechen und „grotesk brutal“. Gleichwohl sei aufgrund der „geistigen Beeinträchtigung“ des Mannes eine lebenslange Freiheitsstrafe angemessen. Nach fünfjähriger Unterbrechung gilt in Taiwan seit 2010 wieder die Todesstrafe. Das Land ist in der Frage, ob sie beibehalten werden soll oder nicht, gespalten. Nach dem Mord an dem Mädchen hatten zahlreiche Demonstranten die Todesstrafe für den Täter gefordert.