Nach Virus nur vereinzelte Computerstörungen in Asien

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Singapur/Washington – Eine befürchtete neue Welle von Computerstörungen in Asien durch den jüngsten Hackerangriff ist am Montag zunächst ausgeblieben.

Experten hatten damit gerechnet, dass das Computervirus erneut aktiv wird, wenn in Asien die Arbeitswoche beginnt und die Rechner wieder eingeschaltet werden. Zwar wurden vereinzelt Störungen gemeldet. Massive Ausfälle von Computernetzen gab es zunächst aber nicht. Es könnte sich aber auch nur um eine Atempause handeln, warnten IT-Sicherheitsexperten. Hacker könnten die Schadsoftware modifizieren und einen neuen Angriff starten. Der jüngste betraf Hunderttausende Computer in mehr als 150 Ländern.

Das Software-Unternehmen Microsoft warf den Regierungen unterdessen eine Mitverantwortung vor. Nach den Worten von Microsoft-Rechtsvorstand Brad Smith haben Behörden nicht ausreichend vor bekannten Software-Schwachstellen gewarnt. „Die Regierungen der Welt sollten diesen Angriff als Weckruf begreifen“, betonte Smith in einem Blog-Beitrag. „Wir brauchen Regierungen, die sich des Schadens für Zivilpersonen bewusst sind, der aus dem Anhäufen und Ausnutzen solcher Software-Sicherheitsprobleme entsteht.“

Nach Angaben der europäischen Polizeibehörde Europol nutzte die Schadsoftware eine Lücke im Windows-Betriebssystem von Microsoft aus. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass das Instrument vom US-Geheimdienst NSA entwickelt und diesem dann entwendet wurde. Betroffen waren nach Einschätzung von Experten zumeist ältere Windows-Versionen. Sie beklagen, dass viele Anwender und Unternehmen zu lange mit Software-Aktualisierungen warten und Sicherheits-Updates nicht installieren.