Ein Deutscher gab der «Seidenstraße» ihren Namen

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Der deutsche Geologe und Geograf Ferdinand von Richthofen gab der alten Handelsroute zwischen China und Europa 1877 den Namen «Seidenstraße». Der Forscher revolutionierte mit den Berichten von seinen Reisen zwischen 1860 und 1872 das Wissen Europas über China. Der Name stammt von einem der wichtigsten Handelsgüter – der Seide, die schon im alten Rom sehr beliebt war.

Der Handel von Asien nach Europa begann vor mehr als 2000 Jahren. Die weite und gefährliche Karawanenreise über Zentralasien dauerte einst mehrere Jahre, auch der Seeweg wurde immer wichtiger für das antike Handelsnetz. Handelsschiffe knüpften im 8. Jahrhundert erste Verbindungen zwischen China und der arabischen Region. Mit der zunehmenden Seefahrt verlor der Landweg langsam an Bedeutung.

Gehandelt wurde außer mit Seide und anderen Textilien auch mit Gewürzen, Pelzen, Holzarbeiten, Porzellan, Edelsteinen, Jade oder Tee. Die Händler brachten Gold, Silber, Glas, Elfenbein, Wein, Feigen oder Walnüsse zurück. Getauscht wurde auch Gedankengut. So verbreiteten sich Religionen wie Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus oder Hinduismus über die Handelswege.