Territorialkonflikt mit China: Philippinen entsenden Truppen

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Die Philippinen haben ihre Truppen auf eine strittige Insel im Südchinesischen Meer verlegt. Das meldet die Agentur AP am Donnerstag.

Wie der Befehlshaber des West-Kommandos der philippinischen Streitkräfte, Raul del Rosario, laut der Agentur mitteilte, sollen die Truppen inklusive Militärgerät in der vorigen Woche auf die Insel Titu, die sich unweit des Riffs Subi – einer der Spratly-Inseln – befindet, verlegt worden sein.

Genau dort wolle China Militärobjekte errichten, heißt es. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte plane hingegen den Bau von Kasernen auf der Insel Titu.

Zuvor hatte Duterte seinen Truppen befohlen, die umstrittenen unbewohnten und von China beanspruchten Inseln im Südchinesischen Meer zu besetzen.

Zudem hätte der Staatschef einer der Inseln einen Besuch abstatten sollen, ihn aber wegen Chinas Unzufriedenheit mit diesen Plänen verlegen müssen.

Die ostasiatischen Länder China, Japan, Vietnam und die Philippinen stehen im Konflikt miteinander in Bezug auf die Seegrenzen und Verantwortungszonen im Süd- und Ostchinesischen Meer. Laut China nutzen Länder wie Vietnam und die Philippinen bewusst die Unterstützung der Vereinigten Staaten, um die Spannung in der Region anzuheizen.

Im Januar 2013 hatten die Philippinen die Ansprüche Chinas auf eine Reihe von Inseln im Südchinesischen Meer vor dem Internationalen Seegerichtshof einseitig angefochten. Peking lehnte die Möglichkeit der Lösung dieser Fragen vor dem internationalen Gerichtshof aber ausdrücklich ab.

Nach seinem Amtsantritt am 30. Juni 2016 hatte der philippinische Staatschef Duterte Bemühungen zur Anbahnung von Beziehungen zu China und zur Milderung der durch den Territorialstreit ausgelösten Spannung unternommen.