Die Regierung hat die strengkonservative islamische Gruppierung „Hizbut Tahrir“ verboten, die seit Monaten gegen den christlichen Politiker „Ahok“ hetzte. Die organisierten Proteste gegen den jüngst abgewählten Gouverneur der Hauptstadt Jakarta hätten „eindeutig einen Konflikt in der Gesellschaft verursacht“ und so die Unversehrtheit des gesamten Staates bedroht, erklärte die Regierung unter Joko Widodo. Die indonesischen Gerichte sollen nun die Umsetzung des Verbotes vornehmen. Monatelang hatten strengkonservative muslimische Gruppen, darunter die jetzt verbotene „Hizbut Tahrir“, wegen vermeintlicher Blasphemie gegen Basuki Tjahaja „Ahok“ Purnama protestiert und ihn angezeigt. Der beliebte Politiker hatte daraufhin im April die Wahl um das Gouverneursamt verloren. Ahok gilt als politischer Ziehsohn des amtierenden Präsidenten Widodo.