Myanmar: UN-Aufklärungsmission zu Gewalt gegen Rohingya abgelehnt

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Die Friedensnobelpreisträgerin und De-facto-Regierungschefin Myanmars, Aung San Suu Kyi, hat die Aufklärung von Verfolgung und Gewaltverbrechen gegen die Minderheit der Rohingya durch eine Mission der Vereinten Nationen verweigert. Sie begründete die Ablehnung damit, dass eine UN-Untersuchung die Volksgemeinschaften weiter auseinandertreiben würde und nicht zur Lösung beitrage. Vorwürfe, ihre Regierung sei untätig, wies Suu Kyi zurück.

Im März hatte die UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in Myanmar von schweren Verbrechen gegen die muslimische Minderheit berichtet. Die Volksgruppe ist demnach systematisches Ziel von Gewalt, Folter und Morden. Frauen würden von Soldaten vergewaltigt und Babys der Rohingya getötet. Der UN-Menschenrechtsrat hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe gefordert, eine Aufklärungsmission der UN in das Land zu lassen, um den Anschuldigungen gegen die Armee Myanmars nachzugehen.

Die Rohingya gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt und leben in Myanmar in großer Armut. Von Teilen der buddhistischen Mehrheit in dem Land werden sie als illegale Einwanderer aus Bangladesch betrachtet, obwohl viele von ihnen schon seit Generationen in Myanmar leben.