Taiwan: Mann sperrt Ratte in ein Folterinstrument und feiert sich online

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Sie war in sein Haus geschlichen, wie Ratten so etwas eben tun. Doch sie war an den Falschen geraten: Ein Taiwanese machte das Tier dingfest und feierte seinen Fang online.

Was macht man, wenn einem wilde Tiere im Haus oder ums Haus herum lästig werden? Richtig, man ruft den Kammerjäger. Oder man wird selbst aktiv, so wie Lee Wei-chin. Der Mann aus der taiwanesischen Millionenstadt Taichung fing eine Ratte, die plötzlich in seinem Haus aufgetaucht war. Das will man natürlich nicht, das Tier musste weg. Doch ließ Lee es nicht dabei bewenden, die Ratte aus dem Haus zu schaffen. Er hat sich etwas Besonderes überlegt, um ihr zu zeigen, wer in seinem Haus der Boss ist.

Aus zwei Stahlblechen, Schrauben und Muttern hatte er eine Vorrichtung gebaut, die ihm als angemessenes Instrument erschien, um das Tier zu „sichern“. Er klemmte den Kopf der kleinen Ratte zwischen die Aussparungen der Bleche, ebenso die Vorderbeine. Letztere befestigte er zusätzlich mit Kabelbindern an einer Gliederkette aus Stahl, vermutlich, um die Optik eines inhaftierten Gefangenen zu perfektionieren.

„Töte sie oder lass sie laufen“

Stolz auf sein Werk, stellte Lee ein Foto des kleinen Einbrechers online. Weil das Bild so absurd wirkt, schlug es in den sozialen Medien sofort Wellen, wie der britische „Mirror“ berichtet. Tausendfach wurde das Bild geteilt.

Hier in Deutschland wären Lee wahrscheinlich sofort Tierschützer auf die Pelle gerückt. Schon das Engagement gegen Laborversuche mit den Nagern ist groß, ein solches „Aufbewahrungsinstrument“ hätte einen Aufschrei des Entsetzens ausgelöst. In Taiwan allerdings sind die Reaktionen nicht so eindeutig ausgefallen. Zwar hätten einige User durchaus Sympathie mit dem Tier bekundet, aber angegriffen wurde Lee offenbar nicht. Lediglich ein User, so berichtet der „Mirror“, habe geschrieben: „Töte sie oder lass sie laufen.“

Lee reagierte, indem er schrieb, er hätte die Ratte noch am gleichen Tag freigelassen. Zurückkehren wird sie nach dieser Erfahrung wohl kaum.