Die Verwendung der Firmenlogos von Apple, Google und Facebook auf einer Skulptur für die Einäscherung des langjährigen Königs Bhumibol hat in Thailand massiven Ärger ausgelöst. Nach heftiger Kritik ließ die Regierung die Firmenzeichen am Mittwoch wieder entfernen. Zur Begründung hieß es, die Logos der drei US-Konzerne stünden «nicht in Einklang mit Tradition und Zweck». Der Bildhauer Pitak Chalermlao wollte damit angeblich zeigen, wie modern der Monarch trotz seines hohen Alters noch war.


König Bhumibol war im vergangenen Oktober mit 88 Jahren gestorben. Er hatte Thailand sieben Jahrzehnte lang regiert und war damit dienstältester Monarch der Welt. Zu seiner Einäscherung in Bangkok Ende Oktober werden Staatsgäste aus aller Welt erwartet, darunter auch die Vertreter zahlreicher anderer Königshäuser. Die Nachfolge hat sein einziger Sohn Maha Vajiralongkorn (64) angetreten, der viel Zeit in Deutschland verbringt.


Bei der umstrittenen Figur handelt es sich um ein zwei Meter hohes Fabelwesen der asiatischen Mythologie aus Adler und Mensch, einen sogenannten Garuda. Sie ist winziges Teil der riesigen Anlage, auf der der Monarch am 26. Oktober eingeäschert werden soll. Daran wird seit Monaten gearbeitet. Mit dem künstlichen Berg soll anschaulich gemacht werden, wie der König nach seinem Tod als Gott in den Himmel aufsteigt.