In kaum einem anderen Land auf der Welt scheint sich Bitcoin so schnell auszubreiten wie in Japan. Die Stadt Hirosaki möchte nun auf den Zug aufspringen und Bitcoin nutzen, um Geldspenden von Touristen einzusammeln.


Die Touristenstadt erhofft sich davon ihre 2.600 Kirschblütenbäume erhalten zu können sowie die Mauern vom Hirosaki Schloss zu restaurieren. Die dafür notwendigen Gelder sollen von internationalen Touristen kommen, die sich von den kulturellen Sehenswürdigkeiten angesprochen fühlen und bereit sind dafür Bitcoins zu spenden.


Unterstützt wird das Projekt von der japanischen Börse Coincheck. Seit dem 20. April werden Bitcoin-Spenden entgegen genommen. Bisherige Spendensumme: etwas mehr als ein Bitcoin.


Kommentar von Sven Wagenknecht, BTC-ECHO:


Zwar mag der finanzielle Nutzen solcher Marketing-Aktionen gegenwärtig noch gering sein, der Anwendungsfall, dass Touristen im Ausland ihre Ausgaben via Bitcoin bezahlen, ist hingegen absolut sinnvoll.


Egal ob mit Bargeld, Kreditkarte oder Banküberweisung, die Kosten bzw. die Gebühren für eine solche Spende außerhalb des eigenen Zahlungsraumes (SEPA in Europa) wären höher als mit Bitcoin. Die Tatsache, dass es egal ist, ob ich eine Überweisung von Hamburg nach Bremen tätige oder von Hamburg nach Peking, ist ausschlaggebend für den international Reisenden. Dauer  und Kosten der Transaktionsabwicklung sind auf der ganzen Welt gleich.


Entsprechend ist das Projekt in Hirosaki zu begrüßen, da es eine Signalwirkung für andere Touristenstädte auf der ganzen Welt haben kann. Wer weiß, vielleicht dauert es nicht mehr lange und wir können am Eifelturm in Paris genauso mit Bitcoin bezahlen wie an der chinesischen Mauer.