Jahrestag von Fabrik-Einsturz in Asien – Programm für Gewerkschaften

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Vier Jahre nach dem verheerenden Fabrikeinsturz in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten läuft ein Programm der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung an, die Gewerkschaften im Land zu stärken. Die «Academy of Work», die die Stiftung mit lokalen Partnern anschob, dient der Ausbildung von Führungskräften. In einem jeweils dreimonatigen Durchgang sollen jährlich bis zu 20 Gewerkschafter aus- und weitergebildet werden. Partner sind der Think Tank «Bangladesh Institute of Labour Studies» und die lokale BRAC-Universität.

Die Initiative entstand auch vor dem Hintergrund der schweren Katastrophe im April 2013. Damals war der Rana-Plaza-Komplex eingestürzt und hatte Tausende unter sich begraben. 1135 Menschen starben, mehr als 2500 wurden verletzt. Es ist das bis heute schlimmste Fabrikunglück in der Geschichte des Landes.

Seitdem wurde die Arbeitssicherheit im Land auch durch zahlreiche internationale Initiativen verbessert. Bei den Arbeitern ist der Organisationsgrad jedoch nach wie vor gering. Nur einer von 20 ist Mitglied einer Gewerkschaft.