Bananenrepublik Thailand, Teil 2: Keine Ermittlungen wegen verschwundener Gedenktafel

0
959

Bangkok – Der Fall um die verschwundene Gedenktafel, die an die Revolution 1932 und den Sturz der absoluten Monarchie erinnert, wird immer mysteriöser. Die Polizei sagte, sie wolle nicht ermitteln.

Die Polizei will erst bei der Aufklärung helfen, wo die Gedenktafel, die an die Geburt der thailändischen Demokratie erinnert, abgeblieben ist, wenn sich der rechtmäßige Eigentümer meldet, sagte der stellvertretende nationale Polizeichef Srivara Ransibrahmanakul.

Gemünzt war dieser Kommentar auf einen Enkel eines der Revolutionäre, der bei der Polizei Strafanzeige erstattet hatte. Zunächst hieß es, jeder könne Strafanzeige wegen Diebstahls erstatten, weil die Gedenktafel öffentliches Eigentum sei. Jetzt sagte die Polizei das genaue Gegenteil.

„Ich möchte wissen, ob das Viertel (Royal Plaza) jemandem gehört, der dort die Gedenktafel platzierte? Tatsache ist, dass das Viertel kein Ort ist, an dem jemand seine persönlichen Dinge hinterlegen kann“, sagte Srivara.

Das nahm der Aktivist Siawith „Ja New“ Seritiwat zum Anlass, den Spieß umzudrehen. Er fragte auf Facebook, wem die neue Gedenktafel gehört. „Wenn es keinen Eigentümer gibt, werde ich die neue Tafel entfernen und durch eine Replik der alten austauschen“, sagte er.

Der Historiker Thepmontri Limpaphayom sagte, dass viele Leute, die sich über das Verschwinden der Gedenktafel beschwerten, wohl solche seien, die sich in Untergrundpolitik betätigten, Anti-Regierungselemente seien und wegen Majestätsbeleidigung gesucht würden.