Die Tempelanlage Wat Ratchaburana. Nach einer Flut wird die Anlage mit deutscher Hilfe wieder aufgebaut. Foto: Christoph Sator

Die Tempelanlage wurde von der Flut teilweise zerstört. Experten aus Deutschland halfen bei der Restauration.


Ayutthaya  – Mit deutscher Hilfe ist nach einer schweren Flut in Thailands alter Königsstadt Ayutthaya eine der großen Tempelanlagen teilweise restauriert worden. Die Arbeiten in dem buddhistischen Tempel Wat Ratchaburana – etwa 70 Kilometer von der heutigen Hauptstadt Bangkok entfernt – wurden am Dienstag offiziell für beendet erklärt. Die Bauten hatten während einer schweren Flut im Herbst 2011 wochenlang im Wasser gestanden. Dadurch wurden die historischen Friesen aus Stuck schwer beschädigt.


Die Arbeiten wurden von einem Team unter dem Kölner Professor Hans Leisen, der sich als «Tempeldoktor» international einen Namen gemacht hat, und dessen Ehefrau Esther von Plehwe-Leisen geleitet. Im Mittelpunkt standen dabei Reparaturen am Tempelturm – dem sogenannten Prang – sowie an Buddha-Statuen und Wächterfiguren.


Ayutthaya war mehr als vier Jahrhunderte lang Hauptstadt des siamesischen Königreichs, dem das heutige Thailand zu großen Teilen entspricht. Die Stadt mit ihrer zwölf Kilometer langen Mauer lag zwischen zwei Flüssen, was sie militärisch nur schwer einnehmbar machte. Regelmäßig gab es aber auch damals schon Überschwemmungen. Wegen seiner Paläste und Tempelanlagen wurde der Ort 1991 von der UN-Kulturorganisation Unesco offiziell zum Weltkulturerbe erklärt.


Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt mit insgesamt 500 000 Euro gefördert. Den Startschuss dazu hatte im September 2012 der inzwischen verstorbene Außenminister Guido Westerwelle (FDP) gegeben.






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