Die entmachtete südkoreanische Präsidentin Park muss ins Gefängnis. Das zuständige Gericht stimmte einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft zu. Darin hatte es geheißen, Park habe sich bestechen lassen. Zudem bestehe die Gefahr, dass Beweismaterial vernichtet würde.


Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun Hye muss in Untersuchungshaft. Ein Gericht gab einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt. Die Dauer der Haft ist auf 20 Tage begrenzt. Die 65-Jährige war vor wenigen Tagen zu Vorwürfen der Korruption und des Amtsmissbrauchs vernommen worden.


„Die Angeklagte hat ihre außerordentliche Macht und ihre Stellung als Präsidentin missbraucht, um Bestechungsgelder von Unternehmen anzunehmen oder in die Rechte der unternehmerischen Freiheit einzugreifen. Außerdem hat sie wichtige vertrauliche Informationen zu Staatsangelegenheiten weitergegeben“, hieß es in der Begründung der Staatsanwaltschaft für den Antrag auf den Haftbefehl. Es bestehe darüber hinaus die Gefahr, dass Beweismaterial vernichtet würde. Dies seien „ernste“ Angelegenheiten.


Nachdem nun der Haftbefehl erlassen wurde, könnte Park jetzt wegen Verbrechen wie Erpressung, Bestechung und Machtmissbrauch angeklagt werden. Allein für Bestechung ist in Südkorea eine lebenslange Freiheitsstrafe möglich.


Massenproteste gegen Park


Park war im Dezember vom Parlament ihres Amtes enthoben worden, nachdem Hunderttausende Menschen auf die Straßen gegangen waren und ihren Rücktritt gefordert hatten. Anfang März hatte das südkoreanische Verfassungsgericht die Amtsenthebung bestätigt.


Park stürzte über eine Korruptionsaffäre ihrer engen Vertrauten Choi Soon Sil. Choi, die mittlerweile in Haft sitzt, soll ihre Beziehungen zu der südkoreanischen Präsidentin ausgenutzt haben, um Millionenspenden von Firmen für Stiftungen einzutreiben und sich persönlich zu bereichern. Park wird dabei vorgeworfen, Unternehmen wie Hyundai und Posco unter Druck gesetzt zu haben, Aufträge an Firmen oder Personen zu vergeben, die wiederum mit Choi in Verbindung standen.


Auch der Samsung-Konzern ist in die Affäre verwickelt, weil zwei Manager Chois Tochter begünstigt haben sollen. Außerdem muss sich Park dafür verantworten, ihrer Freundin eine Einmischung in die Regierungsgeschäfte erlaubt zu haben, darunter die Ernennung von Diplomaten und Regierungsvertretern. Park wies mehrfach jedes Fehlverhalten zurück und warf ihrer Vertrauten vor, ihre Freundschaft ausgenutzt zu haben.






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