„Ihr Verrückten, ihr Hurensöhne! Hört auf damit, Euch bei uns einzumischen!“ Der philippinische Präsident Robert Duterte hat auf die Warnung des EU-Parlaments reagiert, die Todesstrafe nicht wieder einzuführen.


Manila. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat nach europäischer Kritik an der geplanten Wiedereinführung der Todesstrafe in seinem Heimatland EU-Politikern mit dem Erhängen gedroht. Bei einem Auftritt in Manila sagte er am Donnerstag an die Adresse der Europäischen Union (EU): „Ihr Verrückten, ihr Hurensöhne! Hört auf damit, Euch bei uns einzumischen! Ich wäre glücklich, Euch aufhängen zu können! Wenn es nach mir ginge, würde ich Euch alle aufhängen!“


Duterte, der seit Juni vergangenen Jahres in dem südostasiatischen Inselstaat an der Macht ist, hatte schon mehrfach mit wüsten Beschimpfungen und Drohungen gegen ausländische Politiker Schlagzeilen gemacht. In seiner neuesten Schimpftirade nannte er keine europäischen Politiker mit Namen. Auslöser war offenbar eine Entschließung des Europaparlaments, das die Philippinen vor der Wiedereinführung der Todesstrafe gewarnt hatte.


Duterte verwies darauf, dass die meisten Mitgliedsländer des südostasiatischen Staatenbundes Asean die Todesstrafe im Gesetz haben. Von zehn Ländern haben sie nur Kambodscha und die Philippinen abgeschafft. Nach Dutertes Machtübernahme gibt es nun aber Bestrebungen, sie wieder einzuführen.


Der Präsident steht auch wegen einer brutalen Anti-Drogen-Kampagne in der Kritik, bei der mehr als 7000 Menschen getötet wurden.






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