In der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong hat am Sonntag die umstrittene Abstimmung über den neuen Regierungschefs begonnen. Da die kommunistische Führung in Peking den sieben Millionen Hongkongern ungeachtet früherer Zusagen weiterhin keine freie Wahl erlaubt, besetzt weiter ein ausgesuchtes Wahlkomitee das Spitzenamt in der früheren britischen Kronkolonie.


Allen Erwartungen nach dürfte die bisherige Verwaltungschefin Carrie Lam (59) ausgewählt werden, die als Wunschkandidatin Pekings gilt. Das Wahlkomitee ist mit 1194 Vertretern der Wirtschaftselite und verschiedener Interessengruppen besetzt, die mehrheitlich den Vorgaben Pekings folgen dürften.


Kaum jemand rechnet damit, dass sie sich dem Willen Pekings widersetzen und den nach Umfragen beliebteren früheren Finanzminister John Tsang (65) wählen könnten. Er genießt die Unterstützung der demokratischen Opposition, aber nicht das Vertrauen Pekings. Der dritte Kandidat, Richter Woo Kwok Hing (71), dürfte hingegen keine Chancen haben.


Das Ergebnis der ersten Abstimmungsrunde dürfte gegen Mittag Ortszeit (Morgen MESZ) vorliegen. Der Gewinner braucht mindestens 601 Stimmen, sonst folgt eine zweite Runde. Rund 2000 Polizisten sind mobilisiert worden, um das Hongkonger Kongresszentrum, wo die Wahl stattfindet, gegen Demonstranten zu schützen. Am Samstag und Sonntag gab es bereits vereinzelte Protestaktionen.


Mit dem Ruf nach mehr Demokratie hatte die «Regenschirm-Bewegung» 2014 Teile der asiatischen Wirtschafts- und Finanzmetropole wochenlang lahmgelegt. Es war die schwerste Krise seit der Rückgabe Hongkongs 1997, das nach dem Grundsatz «ein Land, zwei Systeme» unter chinesischer Souveränität autonom regiert wird.






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