Thailand: 14 Jahre Haft wegen Menschenhandels

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Trang – Der ehemalige Vorsitzende des Fischereiverbandes Trang sowie weitere fünf Angeklagte wurden wegen Menschenhandels zu je 14 Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Provinzgericht Trang folgte dem Vortrag der Staatsanwaltschaft, die den Angeklagten vorwarf, Personen zur Sklavenarbeit gezwungen zu haben. Weitere Tatbestände wie unerlaubter Waffenbesitz kamen hinzu. Die Hinterlegung einer Kaution wurde abgelehnt.

Einer der Angeklagten soll den Hauptangeklagten mit illegalen Gastarbeitern aus Burma versorgt haben, die dann wie Sklaven auf Fischkuttern arbeiten mussten. Ein weiterer Angeklagter war der Kapitän eines dieser Kutter. Vier weitere Angeklagte wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Thailand ging in einer Kampagne gegen den Menschenhandel in der Fischereiindustrie vor, weil die Europäische Union nicht ausschließen wollte, ein Importverbot für thailändische Meeresfrüchte zu verhängen, wenn nichts gegen den Menschenhandel sowie das illegale, unberichtete und unregulierte Fischen (IUU) unternommen wird.