Myanmar: keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit unter Muslimen

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Das südostasiatische Myanmar will keine UN-Untersuchungskommission in der Unruheregion Rhakine dulden. Zugleich wies ein Vertreter des Landes am Montag vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf Vorwürfe zurück, dass die in der Provinz lebende Minderheit der muslimischen Rohingya Opfer von Grausamkeiten geworden sei. Myanmar ist ein mehrheitlich buddhistisches Land.

Die UN-Sonderberichterstatterin zur Menschenrechtslage in Myanmar hatte in ihrem Bericht erneut auf schwere Verstöße in dem Land aufmerksam gemacht. Die Regierung versuche möglicherweise die muslimische Minderheit gezielt mit Massenvergewaltigungen, Morden und Prügel aus dem Land zu vertreiben. Häuser der Rohingya seien in Brand gesetzt worden. Oftmals seien die Bewohner zuvor darin eingesperrt gewesen.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al- Hussein, hatte vergangene Woche gemeint, die Verbrechen würden die Aufmerksamkeit des Internationalen Strafgerichtshofs rechtfertigen.

Berichte von Verbrechen in der Region basieren laut Myanmars Gesandtem auf ungeprüften und falschen Behauptungen. Myanmar nehme sich des Themas selbst an. Eine externe Untersuchung sei unnötig, sagte er in Genf.

Die Muslime werden in dem buddhistischen Land seit Jahrzehnten vom Staat unterdrückt. Er verweigert dieser Gruppe die Staatsbürgerschaft und viele Rechte. Im Herbst wurden dort Grenzpolizisten überfallen. Die Behörden bezichtigten Rohingya. Bei Razzien sind seitdem Dutzende Menschen umgekommen.