„Wir werden behandelt wie die Juden in Nazi-Deutschland“ – mit diesem Vergleich sorgte ein Polizist bei einer Demonstration in Hongkong für Ärger. Sowohl das deutsche als auch das israelische Konsulat in Hongkong bezeichneten den Vergleich als „unangemessen und bedauernswert“.


„Es ist wie im Zweiten Weltkrieg,“ sagte der namentlich unbekannte Polizist am Mittwochabend auf einer Demonstration. An seine Unterstützer gerichtet fragte er: „Wir sind wie die Juden, die der Verfolgung der Nazis ausgesetzt sind, nicht wahr?“ – die Menge antwortete darauf mit „Ja!“.


Hintergrund der Demonstration war die Festnahme von sieben Polizisten, die bei der sogenannten Regenschirm-Revolution 2014 in Hongkong einen Demonstranten niedergeschlagen haben sollen. In den vergangenen Tagen war es deswegen zu zahlreichen Protesten gekommen – sowohl von Unterstützern der Polizei als auch von Gegnern, die der Polizei unverhältnismäßige Gewalt und Machtmissbrauch vorwerfen.


Das Deutsche Generalkonsulat in Hongkong reagierte auf Facebook auf den Vergleich und bezeichnete ihn als „völlig unangemessen“. Er zeige einen bedauernswerten Wissensmangel historischer Fakten.


Auch in einem vom israelischen Konsulat veröffentlichten Statement heißt es, der Vergleich sei unangemessen und bedauernswert. „Wir wünschen uns, dass keine weiteren Vergleiche zum jüdischen Holocaust gemacht werden.“


Die Hongkonger Polizei will nun vermittelnd eingreifen: Laut chinesischen Medien will die Polizei ein Treffen mit den beiden Konsulaten vereinbaren, um klar zu stellen, dass das Statement nicht repräsentativ für die Sicherheitsbehörde stehe. Die Polizei fürchtet offenbar, die Konsulate könnten eine formale Beschwerde bei der Regionalregierung einreichen.






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