Chinas Regierung sieht langen Weg im Kampf gegen Luftverschmutzung

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Chinas Regierung rechnet mit einem langwierigen Kampf gegen die Luftverschmutzung im Land. «Allgemein lassen sich die Umweltprobleme nicht in zwei oder drei Jahren lösen. Es braucht lange», sagte Umweltminister Chen Jining am Donnerstag auf einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Trotz der wiederholten Smog-Alarme und massiven Schadstoffbelastungen in der Region von Peking und Tianjin, im Jangtse-Delta im Osten oder dem Perlfluss-Delta im Süden sah der Minister zumindest relative Verbesserungen der Luftqualität.

China sei auf «dem richtigen Weg». Doch brauche es Zeit. Das Land habe viel Schwerindustrie, und die Energiestruktur basiere vor allem auf Kohle und fossilen Energieträgern. Auch sei der Lebensstil der Menschen «nicht grün genug». Die Industrienationen hätten auch 20, 40 oder manche sogar 50 Jahre gebraucht, meinte der Minister und fügte sogleich hinzu: «Ich kann ihnen aber versichern, dass wir bestimmt nicht so lange wie die entwickelten Länder brauchen werden.»