Peking (dpa) – Die Ein-Kind-Politik in China ist wohl endgültig vorbei: Die Regierung in Peking überlegt, Eltern, die ein zweites Kind haben wollen, finanziell zu unterstützen. Dies berichteten staatliche Medien am Dienstag. Im Januar 2016 war die umstrittene Ein-Kind-Politik abgeschafft worden, was zu einem Geburtenplus von 1,3 Millionen Babys geführt hatte.


Doch laut einer Studie der Kommission für Gesundheit und Familienplanung zögern 60 Prozent der chinesischen Eltern, ein zweites Kind zu bekommen. Sie befürchteten demnach, sich eine größere Familie nicht leisten zu können, berichtete die Zeitung «China Daily». Ein zweites Kind sei das Recht jeder Familie, sagte der Chef der Kommission, Wang Peian. «Aber Leistbarkeit ist zu einer Engstelle geworden, die diese Entscheidung negativ beeinflusst.» Daher ziehe die Regierung Geburtenprämien und Förderungen in Betracht.


1979 hatte das kommunistische China die Ein-Kind-Politik angeordnet, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Die Wende in der staatlich verordneten Familienpolitik erfolgte als Reaktion auf die schnelle Alterung des Milliardenvolkes und die rückläufige Geburtenquote.






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